Presse

08.04.2015 Bild und BZ



08.04.2015 Berliner Morgenpost



30.09.06 Reportage - Berlin Schöneberg-Tempelhof

Lehrjahre mit Kind und Kegel
Überall in Deutschland nahmen in den letzten Wochen junge Menschen eine Ausbildung auf. Unter dem Motto »Zukunft für 2« können in Berlin erstmals auch alleinerziehende junge Mütter Handwerksberufe in Teilzeitausbildung erlernen. 
 
von Kai Walter 

Eigentlich wollte Julia Welk nach dem Hauptschulabschluss Kfz-Schlosserin werden. Mit den Händen arbeiten wollte sie schon immer. Mehrere Jahre und hunderte von Bewerbungen später sieht sich die 21-Jährige in einer neuen Situation. Aus einer Ausbildung ist bisher nichts geworden, aber in der Familienplanung ist Julia Welk vorangekommen. Das Kind kam keineswegs überraschend: »Es ist ein Wunschkind«, betont die stolze Mutter. Als Frau einen Ausbildungsplatz in der Kfz-Branche zu bekommen war nicht möglich. Als junge Mutter ist die Situation nicht leichter. Den noch immer vorhandenen Wunsch nach einer Ausbildung muss sie nun auch mit der Betreuung ihrer 16 Monate alten Tochter zusammenbringen. Noch wird das Kind vom Vater betreut. Doch wenn dieser Anfang nächsten Jahres eine Arbeit aufnimmt, wird die kleine Xena-Sophie ganztägig in die Kita gehen. Julia Welk wird dann schon voll in ihrer Ausbildung zur Maßschneiderin sein.


Sicherung des Familieneinkommens
Zusammen mit anderen jungen Müttern ist Julia Welk in der dritten Phase eines neuen Projekts, das eine »Zukunft für 2« verspricht. Im AKC e. V. in Berlin-Schöneberg durchlaufen vier Frauen im Rahmen dieses Projekts eine Berufsvorbereitung für die Ausbildung zur Maßschneiderin. Über das Jobcenter Tempelhof-Schöneberg wurden sie vermittelt und haben sich nach einem einwöchigen Assessment auf einen der angebotenen Berufe festgelegt.....

http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=97865&IDC=27&DB=Archiv

24./25.06.06

Mädchenschiff in neuem Fahrwasser

Seit 13 Jahren bietet ein Berliner Verein jungen Frauen berufliche und soziale Perspektiven. Das »Land in Sicht – Ausbildungsprojekt Mädchenschiff« (LiSA) trotzt behördlichen Zuständigkeitsproblemen und der erzwungenen Suche nach einer neuen Bleibe. 
 
von Kai Walter 

Um es gleich klar zu stellen, LiSA ist kein reines »Mädchenschiff« mehr, und LiSA ist auch nicht mal ein Schiff. Der 18-jährige Steven aus Berlin-Prenzlauer Berg ist der erste männliche Azubi an Bord, und Lehrmeister Bernd Klenke ist ohnehin nicht wegzudenken. Und dann gibt es da noch »Horst-Günther«. Das Schiff, welches eigentlich ein Kahn ist, soll ein Symbol sein. Ein Ort, von jungen Menschen geschaffen für junge Menschen. Über viele Jahre von LiSA-Azubis ausgebaut, liegt der Kahn zurzeit aus rechtlichen Gründen ungenutzt im Historischen Hafen von Berlin. Ungeachtet solcher Untiefen nimmt LiSA jedoch bereits Kurs auf zu neuen Ufern.

Melanie, 22 Jahre, zieht sich die Schutzhandschuhe über, bevor sie das Harz anrührt und auf Sperrholzbrettchen streicht. Sie repariert die gebrochene Halterung für das Schwert eines alten, reparaturbedürftigen Segelboots vom Typ »Pirat«. Ihr Tun und ihre Körpersprache vermitteln Selbstbewusstsein. Sie fühlt sich sichtbar gut bei LiSA e.V. in Berlin-Schöneweide. Nach dreieinhalb Jahren steht sie kurz vor der Beendigung ihrer Ausbildung zur Bootsbauerin. Dass sie die 9. Klasse in der Gesamtschule zweimal machen musste, ist Vergangenheit. Und auch die vergeblichen Bemühungen, mit einem erweiterten Hauptschulabschluss eine Berufsausbildung zu bekommen, scheinen vergessen. »Als Bootsbauerin bieten sich viele Möglichkeiten«, blickt Melanie optimistisch in die Zukunft.

Lernen für das Leben
»Kein Jugendlicher darf den Eindruck haben, in der Gesellschaft nicht gebraucht zu werden«, hat Bundesbildungsministerin Annette Schavan erst jüngst betont. Unternehmen und Behörden sollen Angebote zur Ausbildung und Qualifizierung von Jugendlichen machen. »Schaffen sie Ausbildungsplätze! Bilden sie möglichst auch über den eigenen Bedarf hinaus aus! «, fordert die Ministerin. LiSA bietet an und bildet aus. Vor allem Jugendliche, die aus verschiedenen Gründen Schwierigkeiten haben, anderswo Lehrstellen zu bekommen. Oft ist es eine Summe kleiner und großer Alltagsprobleme, welche die Jugendlichen daran hindert, sich konsequent beruflich zu qualifizieren. Fast immer ist es fehlender Glaube an das Ziel und der Mangel sozialpädagogischer Unterstützung in anderen Ausbildungsformen.
Die Finanzierung erfolgt über die Bezirksämter, die im Rahmen ihrer Jugendberufshilfe jungen Frauen eine Ausbildung zur Bootsbauerin oder Tischlerin bei LiSA ermöglichen können.......

 http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=92475&IDC=27&DB=Archiv



29.04.2006

„Horst-Günther“ hat es geschafft

Seit 1993 bildet der Verein LiSA benachteiligte Jugendliche zu Bootsbauerinnen aus. Mit zunehmenden Schwierigkeiten

von Jutta Hess

„Horst-Günther“ ist ein Lastkahn. 1920 wurde das klobige Schiff vom Stapel gelassen und 1993, nach sieben Jahrzehnten Geschippere auf den märkischen Wasserstraßen, war es schrottreif. Dass man den Kahn nicht zu Kleinholz verarbeitete, hat er dem Verein LiSA zu verdanken. 2001 segelte "Horst-Günther" wieder bei einer Regatta auf dem Berliner Müggelsee. Seine Crew an Board waren eben jene jungen Frauen, die ihn wieder aufgebaut hatten.

Als seine Retterinnen sich vor 13 Jahren "Horst-Günthers" annahmen, sah es um die Jugendlichen nicht viel besser aus als um den abgetakelten Kahn. Ihre Lebensläufe waren geprägt durch soziale Benachteiligung, Gewalt- oder Missbrauchserfahrung, Drogenkonsum, psychische Beeinträchtigungen oder Lernbehinderung. Heute sind sie Bootsbauerinnen.

Der Verein LiSA (Land in Sicht - Ausbildungsprojekte) fördert auch nach der Fertigstellung von "Horst-Günther" weiter Jugendliche und junge ….

http://www.taz.de/index.php?id=archiv&dig=2006/04/29/a0257


17.5.2004

Tschechen und Berliner bauen gemeinsam Boote

von M.J. Müncheberg

Europa wächst. Dass es auch zusammenwächst, dafür sorgt zum Beispiel das Gemeinschaftsprojekt "Grenzen checken" des Diakonischen Werkes Neukölln-Oberspree: Zwölf Jugendliche aus Prag und 14 Berliner Jugendliche haben dabei in deutsch-tschechischen Gruppen gelernt, wie ein Boot gebaut wird. Tatkräftige Unterstützung erfuhren die Berufsschüler etwa beim „Land-in-Sicht-Ausbildungsprojekt Mädchenschiff“ (Lisa) in Oberschöneweide. Zusammen hobelten, feilten, sägten und lackierten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen heimische Lärche und Eiche. Bei der Taufe der beiden neu gebauten Viermeter-Gebrauchsruderboote beim SV Rahnsdorf zeigten die Jugendlichen am Sonnabend, dass sie die anspruchsvolle Aufgabe gelöst haben.

Zwei Wochen der Beschäftigung mit neuen Arbeitstechniken und des kennen Lernens kultureller Unterschiede liegen hinter den 17- bis 20-Jährigen.....

http://www.morgenpost.de/content/2004/05/17/bezirke/678771.html


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